Gesangverein Marktgraitz
Vorstellung
Unsere Singstunden finden am Donnerstag um 20.00 Uhr im Pfarrzentrum in Marktgraitz statt.
Da wir mit Mannsgereuth eine Chorgemeinschaft bilden finden die Singstunden wöchentlich abwechselnd in Marktgraitz und in Mannsgereuth statt.

Unser jährliches Sommerfest findet Ende Juli (letzter Sonntag im Juli ab 15.00 Uhr) im Schulgarten in Marktgraitz statt.
Vorstandschaft
Funktion
Vorname Name
Ort
Telefon
Email-Adresse
1. Vorsitzender
Heinrich Geßlein
Marktgraitz
09574/ 9513
beate.gesslein@web.de
Schriftführer
Wolfgang Spitzenpfeil
Marktgraitz
09574/ 1798
spitzenpfeil.gw@gmail.com
Chorleiter
Günther Welsch
Marktgraitz
09574/ 9644
welsch.guenther@gmail.com
Chronik
Am 2. Dezember 1876 trafen sich unter der Leitung des damaligen Lehrers Ivan Braun eine Anzahl hiesiger Freunde für Musik und Gesang und gründeten den Gesangverein "Sängerhain" für Männerchor.
Eine stattliche Anzahl aktiver und passiver Mitglieder sorgten nun als Grundsäulen des deutschen Liedes für gesellschaftliche und kulturelle Unterhaltung mit Gesang und Theater.
Mit Beharrlichkeit und Ausdauer wurde ein Chor geformt, der bis heute alle Stürme der Zeit gut überstanden hat.
Im Jahre 1902 wurde das 25-jährige Gründungsfest mit Ehrung der aktiven Gründungsmitglieder festlich begangen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 rief die meisten Sänger zum Militärdienst und verurteilte den Chor zu jahrelangem Schweigen.
Nach fünf Jahren Pause versammelten sich am 12. April 1919 alle noch vorhandenen Mitglieder zur ersten Generalversammlung nach dem Kriege.
Josef Gesslein versuchte nun den Verein neu aufzubauen, doch bereits Ende April meldete sich eine Gruppe von Mitgliedern ab und gründete einen zweiten Verein mit dem Namen "Harmonie".
Auf beiden Seiten begann ein Wettstreit im Singen und Theaterspielen. Beide Vereine riefen neben ihren Männerchören noch gemischte Chöre ins Leben.
Bereits im Oktober 1925 begann man mit den Chorarbeiten für das 50-jährige Bestehen mit Fahnenweihe, das dann vom 8. bis 10. Mai 1926 ganz groß gefeiert wurde.
Zu diesem Fest wurde der Nachbarverein Gesangverein "Liederkranz" Redwitz gebeten, die Patenschaft zu übernehmen, wozu der Liederkranz auch gerne bereit war.
Am 13.Juli 1930 übernahm der Verein bei der Fahnenweihe der "Cäcilia" Nordhalben die Patenstelle. Drei Tage war der Verein zu Gast in Nordhalben.
Mit der Machtübernahme des Dritten Reiches schwanden das Ansehen und das Interesse immer mehr und es kam zu einer nichtfreiwilligen Gleichschaltung beider Vereine.
Beide Namen mussten aufgegeben werden. Ab diesem Zeitpunkt hieß es nur noch Gesangverein Marktgraitz.
Es machte sich eine gewisse Unlust breit und ab 1939 sind keine positiven Aufzeichnungen mehr vorhanden.
Im September 1939 brach dann der zweite Weltkrieg aus und die meisten aktiven Sänger wurden eingezogen. Viele kehrten aus diesem Krieg nicht mehr zurück.
Als der Krieg zu Ende war, rafften sich einige sangesfreudige Männer auf, an ihrer Spitze Gg. Prehmus, und ließen am 17. Dezember 1945 den "Gesangverein Marktgraitz" neu erstehen.
Voller Stolz beging der Gesangverein Marktgraitz vom 27. bis 30. Mai 1976 seinen 100. Geburtstag. Neben Wertungs- und Freundschaftssingen standen auch ein Festzug und eine Kundgebung mit dem Vorsitzenden des Fränkischen Sängerbunden Alois Kremer auf dem Programm. Am Samstag fand ein großer Heimatabend mit der "Volkstanz- und Trachtengruppe Obertheres" statt. Einige Mitglieder konnten für langjährige Zugehörigkeit zum Verein vom Vorsitzenden Willi Scherbel geehrt werden.
Es war ein einmaliger musikalischer Höhepunkt in Marktgraitz, als es der damaligen Führung des Vereins im Festjahr gelang, den "Fränkischen Kammerchor" unter der Leitung von Franz Möckl und das internationale Orchester der Kammeroper Prag unter der Leitung von Peter Jonas zu einer Aufführung in der Pfarrkirche zu verpflichten. Werke von Bach, Händel, Vivaldi u.a. wurden von einer Reihe namhafter Künstler aufgeführt.
Die Krönung in der 100-jährigen kulturellen Tätigkeit des Vereins stellte die Verleihung der Zelter-Plakette durch den Bundespräsidenten Walter Scheel dar. In einer würdigen Feierstunde im Kulturraum der Stadt Bamberg wurde diese dem Verein am 9. Mai 1976 durch die Staatssekretärin im Bayerischen Kultusministerium Frau Dr. Mathilde Berghofer-Weichner überreicht.
Ein Adventskonzert der besonderen Art veranstaltete der Gesangverein am 9. Dezember 1978 mit dem "Innsbrucker Bläserkreis". Weitere Akteure dieser Veranstaltung waren Mitglieder des Landestheater Coburg sowie Solisten benachbarter Chöre. Dieses Konzert war ein krönender Abschluss der Feierlichkeiten zur Wappenverleihung des Marktes Marktgraitz vor 500 Jahren.
Auf der Mitgliederversammlung vom 7. März 1980 wurde beschlossen, von der Sängergruppe Maintal in die Sängergruppe Steinachtal zu wechseln. Zum einen sahen die Sänger einen größeren Anreiz durch mehr Leistung in der Gruppe Steinachtal, zum anderen liegt Marktgraitz an der Steinach und daher ist es auch aus geographischer Sicht sinnvoller, zur Gruppe Steinachtal zu gehören.
Das erste Steinachtalsängertreffen in Marktgraitz fand am 21. Juli 1981 im Saal des Pfarrzentrums statt.
Das größte musikalische Ereignis in der Vereinsgeschichte begeisterte am 5. Dezember 1981 die Zuhörer in der Pfarrkirche Marktgraitz. Der Gesangverein hatte ein Adventskonzert mit einer hervorragenden Besetzung organisiert. Mitwirkende waren der "Innsbrucker Bläserkreis", das Instrumentalcollegium Lichtenfels, der Meranierchor Lichtenfels, der Evang. Kirchenchor Schney und der Frauenchor der Gruppe Maintal.
Zu Beginn des Konzertes brachte der Gesangverein Marktgraitz zusammen mit den Innsbrucker Bläsern und den Streichern des Imstrumentalcollegiums die "Coburger Deutsche Messe" von Alfred von Beckerath in einer Uraufführung zu Gehör.
Zum Abschluss des großartigen Konzertes wurde von allen Beteiligten die Festmotette "Omnes gentes" für 16 Stimmen in vier Chören mit Bläsern und Streichern aufgeführt. Lang anhaltender Beifall und sehr gute Kritiken zeugten von einem riesigen Erfolg.
Zur Überprüfung seines Leistungsstandes nahm der Gesangverein am 21. November 1984 am Leistungssingen des Fränkischen Sängerbundes in Lauf teil. Mit dem Pflichtchor "Gute Nacht" und dem Wahlchören "Die Gewißheit" und "Horch was kommt von draußen rein" wurde die Leistungsstufe I erfolgreich gemeistert.
Nachdem schon in den vergangenen Jahren einige Mehrtagesfahrten durchgeführt wurden, war es am 28. Mai 1987 wieder einmal soweit. Der mehrtägige Ausflug ging nach Wien und zum Neusiedler See. Stadtführung, Prater und Grinzing standen auf dem Programm.
Im Jahre 2001 konnte der Gesangverein sein 125-jähriges Bestehen feiern. Der Auftakt zu diesem Festjahr war ein Frühlingskonzert unter der Mitwirkung des Patenvereins "Liederkranz Redwitz" satt. Das Jubiläum selbst wurde vom 20. bis 22. Juli 2002 gefeiert. Die großen Mühen haben sich gelohnt, denn das Fest, dem bestes Sommerwetter beschert war, war ein voller Erfolg. Das Bierzelt, das auf dem Kinderspielplatz im Schulgarten aufgestellt war, war an allen Tagen gut besucht. Am Freitag wurde ein Abend mit heimischen Künstlern abgehalten. Der Samstag begann mit der Totenehrung und einem Festgottesdienst, der vom "Gesangverein Hassenberg" vorzüglich gestaltet wurde. Zur anschließenden Ehrungsstunde im Pfarrzentrum sangen die Patenchöre "Liederkranz Redwitz" und "Cäcilia Nordhalben". Der Sonntag, zu dem viele Vereine erschienen waren, stand ganz im Zeichen des Singens. Das Wertungssingen wurde in der Kirche und das Freundschaftssingen im Pfarrzentrum durchgeführt. Als Erinnerungsgabe hatte der Gesangverein eine CD mit einem Auszug aus seinem Repertoire produziert und an die Gastchöre ausgegeben. Das Jubiläumsjahr klang mit einem geistlichen Konzert unter der Mitwirkung des Patenvereins "Cäcilia Nordhalben" aus.
Vom 9. - 12. Mai 2002 unternahm der Gesangverein wieder einmal einen Mehrtagesausflug. Die Fahrt ging nach Dresden und ins Elbsandsteingebirge. Da an diesem Wochenende in Dresden kein passendes Hotel zur Verfügung stand wurde im Hotel Ross in Meißen übernachtet. Eine Schifffahrt auf der Elbe, die Besichtigung der Moritzburg, eine Führung auf Europas größter Festungsanlage der Festung Königsstein mit wunderbarer Aussicht auf das Elbtal und einige Stadtführungen standen auf dem Programm. Am Tag der Heimreise wurde die Porzellanmanufaktur in Meißen und die Semperoper, wo der Chor ein Lied sang, besichtigt.
Nach der großen Flutkatastrophe in Asien (Weihnachten 2004, über 200.000 Tote), beschloss der Verein, den Gewinn der Faschingsveranstaltung, zu spenden. Es konnten 1020 Euro der Caritas International für die Instandsetzung der Trinkwasserversorgung übergeben werden.
Da in den letzten Jahren die Zahl der Sänger rückläufig war, bildeten im Jahre 2010 der Gesangverein Marktgraitz und der Gesangverein "Zum Lindenbaum" Mannsgereuth eine Chorgemeinschaft.
Etliche Konzerte und Liederabende wurden in den vergangenen Jahren abgehalten und besucht.
Die Teilnahme an Sängerfesten, sowie das Singen in der Kirche und bei öffentlichen Veranstaltungen sind selbstverständlich und auch die Geselligkeit wird gepflegt.
Unser alljährlich Ende Juli stattfindendes Sommerfest wird gerne besucht.

Wolfgang Spitzenpfeil im November 2014